Der Pulitzer-Preisträger Ian Johnson lebt und arbeitet als Journalist und Schriftsteller in Peking und Berlin. Er ist Experte für Fragen der Zivilgesellschaft und Religion sowie der Vorgeschichte und der Hintergründe des Terrorismus von 9/11.
Islamforum, Moscheebau, Kopftuch und Parallelgesellschaft – das sind einige der Themen, die die heutigen Debatten über den Islam prägen.
Aber hinter diesen aktuellen Debatten verbirgt sich eine weitgehend unbekannte Vorgeschichte. Im Dritten Reich haben deutsche Politiker versucht, den Islam für die Ziele der Nazis und speziell für den Krieg zu instrumentalisieren. Diese Strategie wurde später, in den Zeiten
des Kalten Krieges, von der Bundesrepublik und vom US-Geheimdienst CIA übernom-men. So hat die westdeutsche Politik bereits in den 50er
Jahren den Moscheebau unterstützt und sogar einen Imam angestellt, um Muslime für den Kampf gegen den Kommunismus zu gewinnen.
"Ian Johnson verbindet die Tugenden des investigativen Journalisten mit jenen des Historikers. Er ist nicht zuletzt auch ein glänzender Stilist."
–Neue Zürcher Zeitung